Elektrovertikutierer

Der Vertikutierer

Unter Vertikutieren versteht man das Anritzen der Grasnarbe einer Rasenfläche, um Mulch (altes Schnittgut) und Moos zu entfernen und die Belüftung des Bodens zu fördern. Der ursprünglich englische Ausdruck ist aus den Wörtern vertical (vertikal, senkrecht) und to cut (schneiden) zusammengesetzt.

Ein Vertikutiergang ist im Frühjahr zwischen Mitte April und Anfang Mai zu empfehlen, da der Rasen nach dieser Zeit sehr regenerationsfähig ist. Vor dem Vertikutieren sollte der Rasen gemäht werden und nach dem Vertikutieren ist meist eine Düngung zu empfehlen. Bei lückiger Grasnarbe ist gegebenenfalls eine Nachsaat sinnvoll.

Die Wetterlage spielt beim Vertikutieren ebenfalls eine Rolle, so sollte bei warmen Wetter und in Hitzeperioden nicht vertikutiert werden. In regenlosen Sommern sollte daher auch auf ein zweites Vertikutieren Ende August bis September verzichtet werden. In sehr regenreichen Sommern kann der Rasen auch im Spätsommer vertikutiert werden, hierbei reicht oftmals ein weniger intensives Arbeiten, während man im Frühjahr problemlos etwas stärker vertikutieren kann. Wichtig ist im Frühjahr, dass man zwar den Erdboden ankratzt, aber die Wurzeln nicht gänzlich entfernt.

Das zugehörige Gartengerät ist der Vertikutierer. Er schneidet mit einem rotierenden Federstahlmesser oder Federn senkrecht in den Boden. Das Vertikutiergut (Moos, abgestorbene Gräser usw.) wird hinter dem Gerät abgelegt oder im Fangsack aufgesammelt. Angetrieben wird die Welle in der Regel von einem Elektromotor, bei größeren Modellen mit einem Ottomotor. Die Schnitttiefe kann entweder über die Höhe des Rades oder die Veränderung der Messerwelle eingestellt werden. Die Schnitt-Tiefe sollte nicht mehr als 1-2 cm betragen. Das ist ausreichend, um die Filzschicht zu entfernen, ohne dabei dem Rasen zu schaden.


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